
Aton – der sanfte Riese mit dem grossen Herzen. ❤️
Er ist der unbestrittene Chef unserer fünfköpfigen Capra-Grigia-Ziegenbande. Ein stattlicher Kerl, der manchmal grösser wirkt, als er sich innerlich fühlt.
Aton ist ein sanfter Riese. Unterwegs zeigt er sich gelegentlich unsicher, beim Futter hingegen versteht er keinen Spass. Da macht er unmissverständlich klar, wer hier der Boss ist. Und wenn er etwas mitzuteilen hat, dann tut er das lautstark. Aton ist nämlich eine ziemliche Plaudertasche. Und manchmal auch ganz schön nervig. 😉
Seine Geschichte hätte allerdings ganz anders enden können.
Einst war Aton ein begehrter Zuchtbock der seltenen Schweizer Ziegenrasse Capra Grigia. Weil er und sein Bruder genetisch bereits stark in der Zucht vertreten waren, wurde er aus dem Zuchtprogramm genommen. Für ihn hätte das den Tod bedeuten können.
Doch nach seinem Einsatz als Zuchtbock für Minni durfte er bei mir bleiben.
Zwischen Aton und mir besteht seit unserer ersten Begegnung eine besondere Verbindung. Schwer zu erklären, aber deutlich zu spüren.
Er ist mein Grosser. Mit all seinen Unsicherheiten, seinem Mitteilungsbedürfnis, seinem Dickschädel und seinem riesigen Herzen.
Wie Aton zu mir kam
Eigentlich ist er nur in die Ferien zu uns gekommen, der Aton. Ja, wir wünschten uns nämlich Ziegennachwuchs. Er ist geblieben. Für immer.
Ziegen sind wahre Künstler darin, mit uns in Kontakt zu treten. Eine Qualität, die vielen Menschen abhanden gekommen ist. Ja, Aton hat sofort Kontakt zu mir aufgenommen – auch wenn ich ihm zu Beginn mit sehr viel Respekt begegnet bin. Immerhin bringt der Kerl rund 100 Kilogramm auf die Wage. An seine Hörner gar nicht zu denken. Und er hat Kraft. Aber auch eine Sanftmut. Das macht ihn zu einem aussergewöhnlichen Tier.

Kaum eine Woche bei uns, habe ich es gewagt. Ich habe Aton zusammen mit Hündin Florentine auf einen Spaziergang mitgenommen. Wie wird er sich verhalten?
Wie ein Schosshund ist er mir nachgelaufen. Und so, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. Die Freude am Trekken hat er dann aber erst beim ersten Ausflug mit Max und Minni entdeckt.







